WIR SUCHEN MITSTREITER

Die Feuerwehr Haan: Sei dabei!

In Haan sind die meisten Feuerwehrmitglieder ehrenamtlich tätig. Sie haben Berufe wie jeder andere auch, sind Maler, Koch, Industriekaufmann oder Fahrschullehrer. Doch wenn der Funkmeldeempfänger zum Einsatz ruft, dann begeben sie sich sofort zur Feuerwache und rücken mit den Feuerwehrfahrzeugen aus - zu Bränden, Unfällen, zu Hilfeleistungen. Für diese Aufgaben haben sie sich in ihrer Freizeit vorbereitet. Und sind mit Feuereifer dabei.

Doch es sind nicht immer alle Wehrleute zu jeder Zeit verfügbar. Deshalb suchen wir weitere Mitstreiter, die sich dieser faszinierenden Aufgabe stellen. Wir treffen uns in Haan immer dienstags um 19 Uhr an der Feuerwache, Nordstraße 25, und in Gruiten immer freitags um 19 Uhr am Gerätehaus, Bahnstraße 62. Lust, mal unverbindlich reinzuschauen? Dann einfach vorbeikommen, anrufen unter Telefon (0 21 29) 34 67 80, oder mailen an feuerwehr@stadt-haan.de. Wir nehmen dann gerne Kontakt auf. Das gilt natürlich auch für die Jugendfeuerwehr, die Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren aufnimmt - einfach melden, dann melden wir uns, dann kannst auch Du bei uns reinschauen!

Wir sind eine Truppe, die sich mit Leidenschaft engagiert. Gehörst Du bald auch dazu? Wir würden uns freuen.

 

    ZUSAMMENARBEIT

Rettungsdienst und Krankenhaus: Gemeinsam schnellere Hilfe für Schwerverletzte

Der Rettungsdienst der Haaner Feuerwehr und das St.-Josef-Krankenhaus ermöglichen schwer verletzten Patienten jetzt noch schneller eine umfassende medizinische Versorgung. Nachdem die Klinik als lokales Traumazentrum zertifiziert worden ist, haben die Rettungsassistenten der Feuerwehr und die Mitarbeiter des Haaner Krankenhauses nun in gemeinsamen Fortbildungen vertieft, wie sie noch besser Hand in Hand arbeiten, um die bestmögliche Versorgung von Patienten zu erreichen.

Anhand klarer Kriterien können Notarzt und Rettungsassistenten schon an der Einsatzstelle beurteilen, ob ihr Patient nach der Erstversorgung vor Ort vom Traumateam des St.-Josef-Krankenhauses weiterbehandelt werden soll. „Dazu zählen beispielsweise Unfälle, bei denen ein anderer Insasse gestorben oder jemand aus dem Fahrzeug auf die Straße geschleudert worden ist. Auch ein Sturz aus mindestens drei Metern Höhe oder ein angefahrener Fußgänger sind Kriterien, aufgrund derer das Traumateam tätig wird“, nennt Daniel Brandenburger, Notarzt und beauftragter Arzt des Krankenhauses für das Traumazentrum Haan, einige Beispiele. Das Team besteht aus Ärzten und Pflegekräften der Chirurgie und der Anästhesie und wird innerhalb des Hauses alarmiert. Es übernimmt den Patienten im Schockraum, der umgebaut und neu ausgestattet worden ist. „Dieser ist identisch mit denen regionaler und überregionaler Traumazentren“, erklärt Brandenburger. Die St. Josef Krankenhaus GmbH hat hierzu 130.000 Euro investiert.

Der Rettungsdienst behandelt die Patienten vor Ort, bis diese stabil genug sind, um im Rettungswagen transportiert werden zu können. „Wir versuchen, die Behandlung auf die erforderlichen Maßnahmen zu beschränken, um den Patienten so schnell wie möglich ins Krankenhaus transportieren zu können“, sagt Falko Okunneck, Lehrrettungsassistent bei der Haaner Feuerwehr. Zwar verfüge der Rettungsdienst über umfangreiche medizinische Ausstattung. Aber erst im Krankenhaus sei eine noch umfassendere Behandlung möglich.

Der Zeitfaktor spielt bei schwer verletzten Menschen eine entscheidende Rolle, erklärt Daniel Brandenburger: „Eine adäquate Behandlung innerhalb der ersten 60 Minuten ist entscheidend. Danach steigt die Sterblichkeitsrate deutlich an.“ Um die erforderliche Behandlung zu sichern, steht ständig ein Behandlungsplatz auf der eigenen Intensivstation zur Verfügung. Ist der Zustand des Patienten anhaltend schlecht, ist beispielsweise ein Neurochirurg erforderlich, ist eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus möglich. „Dazu arbeiten mehrere Kliniken im Bergischen Traumanetzwerk zusammen“, sagt Brandenburger.

Im ersten Halbjahr sind bereits sechs Patienten ins St.-Josef-Krankenhaus transportiert worden, die die Kriterien zur Alarmierung des Traumateams erfüllten. Brandenburger: „Das ist ungewöhnlich, denn statistisch gesehen werden lokale Traumazentren 5,6 Mal im Jahr in Anspruch genommen.“

Am 13. Juli sind 35 Mitarbeiter des Krankenhauses und sieben der Feuerwehr ganztägig in der Aula der Klinik gemeinsam fortgebildet worden. Dabei lernten die Teilnehmer beider Seiten mehr über die Arbeit und die Möglichkeiten der anderen. Auch verschiedene Behandlungen und Eingriffe wurden hier geübt. Schließlich gab es auch noch den praktischen Übungsfall: Ein Mitglied der Feuerwehr mimte einen Fensterputzer, der am Diabeteszentrum aus sechs Metern Höhe abgestürzt war. Nach der Versorgung durch Rettungsassistenten und Notarzt wurde er in den Schockraum des St.-Josef-Krankenhauses gebracht, wo das Traumateam die Behandlung übernahm.

 

   

   TIPP DER FEUERWEHR                                                                                                                              

Rauchmelder können echte Lebensretter sein


Jedes Jahr sterben in Deutschland 500 Menschen bei Wohnungsbränden. Viele von ihnen im Schlaf, denn sie riechen den Rauch nicht und werden nicht wach. Rauchmelder erweisen sich da als echte Lebensretter. Auch die Feuerwehr Haan hat schon mehrere Fälle erlebt, in denen Hausbewohner nur überlebt haben, weil sie Rauchmelder in ihrem Haus installiert hatten. Gerade erst war bundesweiter Rauchmeldertag - vielleicht auch für Sie ein Anlass, Ihr Heim und Ihr Leben besser zu schützen. Mehr Informationen gibt es im Internet:

www.rauchmelder-lebensretter.de