EINSATZ

Verkehrsunfall fordert 24 Verletzte auf der Autobahn 46

Bei einem Unfall zwischen einem Linienbus und einem Lastwagen auf der Autobahn 46 sind am Morgen des 20. Februar 24 Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Die Feuerwehr Haan war um 9.39 Uhr alarmiert worden und löste die erste Alarmstufe „Massenanfall von Verletzten“ (MANV I) aus. Diese sieht vor, dass nach einem Konzept der Feuerwehren im Kreis Mettmann vorgeplante Einheiten aus anderen Städten zur Einsatzstelle ausrücken.

In Fahrtrichtung Düsseldorf war es zwischen der Anschlussstelle Erkrath und dem Autobahnkreuz Düsseldorf-Süd zur Kollision der beiden Fahrzeuge gekommen. Dabei wurden der Busfahrer und Insassen des Linienbusses verletzt. Sie wurden vor Ort durch Notärzte gesichtet und – soweit erforderlich – in umliegende Krankenhäuser gebracht. Insgesamt wurden 18 Patienten transportiert.

Im Einsatz waren knapp 100 Kräfte und Rettungsdiensteinheiten der Feuerwehren Düsseldorf, Erkrath, Haan, Hilden, Langenfeld, Leverkusen, Monheim, Ratingen und Solingen sowie ein Patiententransportzug des Deutschen Rotes Kreuzes. Soweit Betroffene des Unfalls nicht zur Weiterbehandlung in ein Krankenhaus transportiert werden mussten, wurden sie zunächst in der Hildener Feuer- und Rettungswache betreut.

 

   NEUJAHRSEMPFANG

Viele Gäste bei der Feuerwehr

Zum Neujahrsempfang in der Fahrzeughalle der Feuer- und Rettungswache konnte die Feuerwehr am Abend des 10. Januar wieder zahlreiche Gäste begrüßen. Wehrleiter Carsten Schlipköter erinnerte an die Katatrophen auf den Philippinen, aber auch durch das Hochwasser in Ost- und Süddeutschland, das den größten Feuerwehreinsatz in der Geschichte Deutschlands hervorrief. Auch die Haaner Feuerwehr war hier in Alarmbereitschaft. Schlipköter nannte aber auch die Nachwuchsgewinnung für die Feuerwehr eine zentrale Aufgabe, die immer mehr an Bedeutung gewinne.

In Haan ist die Gesamtzahl der Einsätze zwar um 295 auf 7450 gestiegen. Die Zahl der Brandeinsätze und der technischen Hilfeleistung war aber rückläufig. Einen neuen Höchstwert erreichten die Krankentransportzahlen. Alle Daten des Jahresbericht gibt es hier.

Es wurden auch wieder Mitglieder befördert und geehrt. Alle Namen sind hier abrufbar.

Der Jugendfeuerwehr wurde anlässlich des Neujahrsempfangs ein Anhänger für die Jugendarbeit übergeben, den der Lions Club Haan und die Stadt-Sparkasse Haan finanziert haben. 

 

    ZUSAMMENARBEIT

Rettungsdienst und Krankenhaus: Gemeinsam schnellere Hilfe für Schwerverletzte

Der Rettungsdienst der Haaner Feuerwehr und das St.-Josef-Krankenhaus ermöglichen schwer verletzten Patienten jetzt noch schneller eine umfassende medizinische Versorgung. Nachdem die Klinik als lokales Traumazentrum zertifiziert worden ist, haben die Rettungsassistenten der Feuerwehr und die Mitarbeiter des Haaner Krankenhauses nun in gemeinsamen Fortbildungen vertieft, wie sie noch besser Hand in Hand arbeiten, um die bestmögliche Versorgung von Patienten zu erreichen.

Anhand klarer Kriterien können Notarzt und Rettungsassistenten schon an der Einsatzstelle beurteilen, ob ihr Patient nach der Erstversorgung vor Ort vom Traumateam des St.-Josef-Krankenhauses weiterbehandelt werden soll. „Dazu zählen beispielsweise Unfälle, bei denen ein anderer Insasse gestorben oder jemand aus dem Fahrzeug auf die Straße geschleudert worden ist. Auch ein Sturz aus mindestens drei Metern Höhe oder ein angefahrener Fußgänger sind Kriterien, aufgrund derer das Traumateam tätig wird“, nennt Daniel Brandenburger, Notarzt und beauftragter Arzt des Krankenhauses für das Traumazentrum Haan, einige Beispiele. Das Team besteht aus Ärzten und Pflegekräften der Chirurgie und der Anästhesie und wird innerhalb des Hauses alarmiert. Es übernimmt den Patienten im Schockraum, der umgebaut und neu ausgestattet worden ist. „Dieser ist identisch mit denen regionaler und überregionaler Traumazentren“, erklärt Brandenburger. Die St. Josef Krankenhaus GmbH hat hierzu 130.000 Euro investiert.

Der Rettungsdienst behandelt die Patienten vor Ort, bis diese stabil genug sind, um im Rettungswagen transportiert werden zu können. „Wir versuchen, die Behandlung auf die erforderlichen Maßnahmen zu beschränken, um den Patienten so schnell wie möglich ins Krankenhaus transportieren zu können“, sagt Falko Okunneck, Lehrrettungsassistent bei der Haaner Feuerwehr. Zwar verfüge der Rettungsdienst über umfangreiche medizinische Ausstattung. Aber erst im Krankenhaus sei eine noch umfassendere Behandlung möglich.

Der Zeitfaktor spielt bei schwer verletzten Menschen eine entscheidende Rolle, erklärt Daniel Brandenburger: „Eine adäquate Behandlung innerhalb der ersten 60 Minuten ist entscheidend. Danach steigt die Sterblichkeitsrate deutlich an.“ Um die erforderliche Behandlung zu sichern, steht ständig ein Behandlungsplatz auf der eigenen Intensivstation zur Verfügung. Ist der Zustand des Patienten anhaltend schlecht, ist beispielsweise ein Neurochirurg erforderlich, ist eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus möglich. „Dazu arbeiten mehrere Kliniken im Bergischen Traumanetzwerk zusammen“, sagt Brandenburger.

Im ersten Halbjahr sind bereits sechs Patienten ins St.-Josef-Krankenhaus transportiert worden, die die Kriterien zur Alarmierung des Traumateams erfüllten. Brandenburger: „Das ist ungewöhnlich, denn statistisch gesehen werden lokale Traumazentren 5,6 Mal im Jahr in Anspruch genommen.“

Am 13. Juli sind 35 Mitarbeiter des Krankenhauses und sieben der Feuerwehr ganztägig in der Aula der Klinik gemeinsam fortgebildet worden. Dabei lernten die Teilnehmer beider Seiten mehr über die Arbeit und die Möglichkeiten der anderen. Auch verschiedene Behandlungen und Eingriffe wurden hier geübt. Schließlich gab es auch noch den praktischen Übungsfall: Ein Mitglied der Feuerwehr mimte einen Fensterputzer, der am Diabeteszentrum aus sechs Metern Höhe abgestürzt war. Nach der Versorgung durch Rettungsassistenten und Notarzt wurde er in den Schockraum des St.-Josef-Krankenhauses gebracht, wo das Traumateam die Behandlung übernahm.

 

    TAG DER OFFENEN TÜR

Viele Besucher bei der Feuerwehr

Am 1. Juni haben zahlreiche Bürger den Weg zur Feuerwehr Haan gefunden, die zum Tag der offenen Tür geladen hatte. Tagelang hatten die Mitglieder der Wehr besorgt die Wetterberichte verfolgt, doch auch wenn die Sonne nicht herauskommen wollte, so blieb doch zumindest der Regen erspart.

Pünktlich zum Sirenenprobealarm um 12 Uhr ging es auf dem Hof der Wache und in den Fahrzeughallen los. Dabei wurden die Fahrzeuge der Feuerwehr nicht nur geöffnet und fachkundig erläutert. Einsatzfahrzeuge zeigte eine Modellbaugruppe aus Mettmann auch in Miniaturform. Im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes standen die Rauchmelder im Mittelpunkt, deren Installation der Gesetzgeber zum 1. April zur Pflicht gemacht hat. Es wurden Führungen durch das Wachgebäude angeboten, und natürlich gab es Kaffee und Kuchen, kühle Getränke, Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Leckeres vom Grill. Insbesondere für die Kinder fanden sich zudem zahlreiche Angebote, wie eine Hausrallye, Rundfahrten im Feuerwehrauto, Schminkaktionen und eine Hüpfburg. Die Jugendfeuerwehr demonstrierte zudem bei einer Übung einen Löschangriff.

Das musikalische Programm fand großen Anklang: Am Nachmittag spielte zunächst die Peter-Weisheit-Band. Am Abend gab es dann mehr als zwei Stunden lang Livemusik mit der Rockband „Reentry“. Sie begeisterte die Menge in der Fahrzeughalle. Für die Feuerwehr war diese Form der Abendunterhaltung ein Versuch - ein sehr erfolgreicher, wie sich herausstellte. Es gab zahlreiche positive Rückmeldungen.

Weitere Fotos gibt es hier.

 

   WIR SUCHEN MITSTREITER

Die Feuerwehr Haan: Sei dabei!

In Haan sind die meisten Feuerwehrmitglieder ehrenamtlich tätig. Sie haben Berufe wie jeder andere auch, sind Maler, Koch, Industriekaufmann oder Fahrschullehrer. Doch wenn der Funkmeldeempfänger zum Einsatz ruft, dann begeben sie sich sofort zur Feuerwache und rücken mit den Feuerwehrfahrzeugen aus - zu Bränden, Unfällen, zu Hilfeleistungen. Für diese Aufgaben haben sie sich in ihrer Freizeit vorbereitet. Und sind mit Feuereifer dabei.

Doch es sind nicht immer alle Wehrleute zu jeder Zeit verfügbar. Deshalb suchen wir weitere Mitstreiter, die sich dieser faszinierenden Aufgabe stellen. Wir treffen uns in Haan immer dienstags um 19 Uhr an der Feuerwache, Nordstraße 25, und in Gruiten immer freitags um 19 Uhr am Gerätehaus, Bahnstraße 62. Lust, mal unverbindlich reinzuschauen? Dann einfach vorbeikommen, anrufen unter Telefon (0 21 29) 34 67 80, oder mailen an feuerwehr@stadt-haan.de. Wir nehmen dann gerne Kontakt auf. Das gilt natürlich auch für die Jugendfeuerwehr, die Mädchen und Jungen im Alter von 12 bis 17 Jahren aufnimmt - einfach melden, dann melden wir uns, dann kannst auch Du bei uns reinschauen!

Wir sind eine Truppe, die sich mit Leidenschaft engagiert. Gehörst Du bald auch dazu? Wir würden uns freuen! 

   

   NEUE FAHRZEUGE BESCHAFFT

Zwei neue Rettungswagen gehen in Dienst

Die Feuerwehr Haan nimmt zwei neue Rettungswagen in Betrieb. Sie ersetzen zwei mittlerweile zehn Jahre alte Fahrzeuge. Zurzeit werden die Mitarbeiter der Feuer- und Rettungswache in die neuen Wagen eingewiesen. Anschließend gehen sie in den Einsatzdienst.

Die Rettungswagen sind baugleich und von der Firma GSF in Twist/Emsland auf Mercedes-Benz-Fahrgestellen (Sprinter) ausgebaut worden. Sie verfügen wie ihre Vorgänger über einen Kofferaufbau, was sich mittlerweile zum Standard bei Rettungswagen entwickelt hat. Die Feuerwehr Haan war eine der ersten Einrichtungen, die frühzeitig auf dieses System gesetzt hat.

Beim Innenausbau hat man sich an den bisherigen Fahrzeugen orientiert, denn mit der Anordnung und dem Material hatten die Mitarbeiter des Rettungsdienstes sehr gute Erfahrungen gemacht. So wurde nur noch in wenigen Bereichen modifiziert. Neu ist, dass an der Seite des Patientenraums keine Flügeltür, sondern eine Schiebetür ist, was bisher bei Kofferaufbauten von den Herstellern nur selten angeboten wurde.

Die medizinische Ausstattung ist nun ebenfalls modernisiert. So verfügen die identisch ausgestatten Rettungswagen über neue Beatmungsgeräte, die etwa beim Transport von Klinikpatienten auf das individuelle Beatmungsmuster eingestellt werden können. Die Anzeige der Defibrillatoren kann vom Gerät selbst gelöst werden, damit der Notarzt das EKG-Bild auch abgesetzt vom Patienten betrachten kann. Darüber hinaus verfügen die Fahrzeuge über die übliche Ausstattung an Medikamenten und andere medizinische Utensilien zur Notfallversorgung.

Die beiden Rettungswagen kosteten jeweils 155.000 Euro ohne medizinische Ausstattung. Mit medizinischer Ausstattung beträgt der Preis jeweils 200.000 Euro. Sie verfügen über Vollautomatik-Getriebe und einen Retarder zur Schonung der Fahrzeugbremsen. Außerdem sind die Wagen luftgefedert, was den Fahrkomfort für den Patienten erhöht. Zudem ist das Heck um zwölf Zentimeter absenkbar, um Patienten schonend auf der Liege oder dem Tragestuhl ins Fahrzeug bringen zu können. Die Blaulichter basieren nun auf LED-Technik, was die Warnwirkung und Sichtbarkeit erheblich verbessert.

 

   TIPP DER FEUERWEHR                                                                                                                              

Rauchmelder können echte Lebensretter sein


Jedes Jahr sterben in Deutschland 500 Menschen bei Wohnungsbränden. Viele von ihnen im Schlaf, denn sie riechen den Rauch nicht und werden nicht wach. Rauchmelder erweisen sich da als echte Lebensretter. Auch die Feuerwehr Haan hat schon mehrere Fälle erlebt, in denen Hausbewohner nur überlebt haben, weil sie Rauchmelder in ihrem Haus installiert hatten. Gerade erst war bundesweiter Rauchmeldertag - vielleicht auch für Sie ein Anlass, Ihr Heim und Ihr Leben besser zu schützen. Mehr Informationen gibt es im Internet:

www.rauchmelder-lebensretter.de 

   BAUPROJEKT

Neue Feuer- und Rettungswache bezogen

Beim Neujahrsempfang der Haaner Feuerwehr ist am Freitag, 6. Januar 2012, die Inbetriebnahme der neuen Feuer- und Rettungswache gefeiert worden. In Wortbeiträgen wurde die Umsetzung gelobt und die Notwendigkeit des Zweckbaus betont. Feuerwehrleiter Carsten Schlipköter erinnerte an die vielen Widrigkeiten während der Bauphase, die man aber gerne in Kauf genommen habe. Er lobte die Firma MBN, die das Gebäude als Generalunternehmer für die Feuerwehr erstellt hatte und nun betreiben wird.

Die Feuerwehr hat die neue Feuer- und Rettungswache an der Nordstraße noch vor dem Jahresende 2011 beziehen können. Seit Mittwoch, 7. Dezember 2011, ist der Wachbetrieb aus dem Provisorium in die neuen Räume verlagert. Dort  hat auch die Nachrichtenzentrale ihren Betrieb aufgenommen, seitdem wird dort auch der Notruf 112 abgefragt.

Wer die Feuerwehr nicht bei Notfällen, sondern für ganz normale dienstliche Gespräche erreichen möchte, muss sich an eine neue Telefonnummer gewöhnen: Die Zentrale ist jetzt unter 02129/34678-0 erreichbar und kann innerhalb des Hauses verbinden.  Die bisherige Rufnummer 911-500 bleibt noch für eine Übergangszeit aktiv.

Am 2. und 3. Juni sind zwei Tage der offenen Tür geplant, bei der die neuen Räumlichkeiten der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zurzeit führen Handwerker noch letzte Restarbeiten aus.

Im September vergangenen Jahres waren für die Baumaßnahme erste Teile des Wachbetriebs ausgelagert worden. Oberste Maßgabe: Der Brandschutz in der Stadt Haan muss auch während der Bauphase wie bisher gewährleistet werden können. Dazu stand eine städtische Halle an der Feldstraße zur Verfügung, die insbesondere von der Freiwilligen Feuerwehr genutzt wurde. Hier rückten die Einsatzfahrzeuge über den Hof der Musikschule und die Dieker Straße aus. Die Halle konnte mittlerweile verlassen werden, der Wachbetrieb erfolgt jetzt wieder an der Nordstraße, nun in der neu- und umgebauten Feuerwache.  Die hauptberuflichen Mitarbeiter bereiten derweil den Umzug aus den Wohncontainern in die neuen Räume vor. Dort waren sie am Standort Nordstraße übergangsweise untergebracht. Auch die ständig besetzte Nachrichtenzentrale war dort verblieben.

Der Bau der Feuerwache wurde in Form einer Öffentlich-Privaten Partnerschaft (Public Private Partnership, PPP)realisiert. Im Rahmen des Vergabeverfahrens hatte dieMBN Bau AG den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die Bauzeit betrug etwas mehr als ein Jahr.

Bericht der Rheinischen Post über den Neujahrsempfang.